Blitzschutz für SAT-Antennen

Die richtige Erdung ist das A und O
Was es zu beachten gilt

Da SAT-Antennen häufig ganz oben auf dem Dach des Hauses angebracht werden und eine hohe elektrische Leitfähigkeit haben, wirken sie auf Blitze wie Magneten. Ein entsprechender Blitzschutz ist daher unverzichtbar. Wir geben einen Überblick, worauf es dabei ankommt.

Geerdete Satellitenschüsseln bieten Sicherheit

Von einer nicht geerdeten Satelliten-Anlage geht bei Gewittern ein hohes Gefahren-Risiko aus. Schlägt der Blitz in die exponierte Empfangsanlage ein, sucht er sich mit einer Stromstärke von bis zu 400.000 Ampere seinen Weg durchs Gebäude. Das zerstört die Empfangsgeräte, kann zu Bränden führen und damit für die Personen, die sich im Haus aufhaltenden, lebensgefährlich werden. Zur ordnungsgemäßen Installation einer SAT-Anlage gehört daher auch ein Blitzschutz mit korrekter Erdung. Um bei der Erdung der SAT-Antenne auf Nummer sicher zu gehen, sollten sich Laien an einen professionellen Empfangsanlageninstallateur wenden: Er weiß genau, wie man den Antennenmast über einen Erdungsleiter mit der Gebäude-Blitzschutzanlage verbindet.

Einrichtung eines Blitzschutzsystems

Wird die SAT-Anlage auf dem Dach montiert, ist in jedem Fall ein Blitzschutz notwendig. Dabei unterscheidet man zwischen äußerem und innerem Blitzschutz.

Was ist der äußere Blitzschutz?

Eine äußere Blitzschutzanlage besteht aus drei Komponenten: der Fangeinrichtung, der Ableitungs- und der Erdungsanlage. Bei der Fangeinrichtung handelt es sich um Metallspitzen, die auf den höchsten Punkten des Gebäudes nach oben ragen und so den Blitzeinschlag anziehen. Sie verlaufen in der Regel über den Giebel und enden an den Giebelkanten mit um 45 Grad nach oben gebogenen Spitzen. Andere Teile, die das Dach überragen, wie Kamin, Abluftschächte oder die Satellitenanlage, benötigen separate Fänger, die mit der Gesamtanlage verbunden werden.

Ableitungen verbinden die verschiedenen Fangeinrichtungen auf dem Dach auf möglichst kurzem Wege mit den Anschlüssen des sogenannten Fundamenterders. Sie laufen parallel am Gebäude entlang und dürfen dabei nicht mehr als 10 Meter Abstand zueinander haben. Besteht die Fassade aus brennbaren Materialien wie beispielsweise Holz, muss der Abstand zur Fassade mindestens 10 Zentimeter betragen.

Wofür benötigt man einen inneren Blitzschutz?

Um einen Blitz bauen sich in etwa 1 Kilometer Radius starke elektromagnetische Schockfelder auf, durch die elektrische Geräte massiv gestört oder zerstört werden können. Um Geräte im Innern des Gebäudes vor Überspannung zu schützen, benötigt man einen inneren Blitzschutz, den sogenannten Potenzialausgleich. Dieser sorgt dafür, dass sich die durch den Blitzeinschlag verursachten Energieströme nicht über das hauseigene Elektroleitungsnetz verteilen können. 

Ergänzend empfiehlt es sich grundsätzlich, Steckdosen mit speziellen Überspannungsschutzsystemen und Antennenleitungen mit Überspannungsableitern auszustatten. Diese sind im Fachmarkt kostengünstig erhältlich.

ASTRA erklärt: Blitzschutz

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