Neue Freiheiten beim Fernsehen

Künftig kann man den TV-Anbieter selbst wählen
Was Mieter jetzt wissen sollten

Seit 1. Dezember 2021 gilt ein neues Gesetz, das Mietern beim Fernsehen neue Freiheiten schenkt. Was die gesetzliche Neuregelung konkret bedeutet, wie sie sich praktisch auswirkt und wie Sie künftig Geld sparen können, erfahren Sie hier.

Was bisher galt

Auch wenn es vielen Mietern gar nicht bewusst ist: Oft sind die Kosten für einen TV-Kabelanschluss seit Jahren Teil der Miete, egal, ob sie tatsächlich über Kabel fernsehen oder nicht. Dieses sogenannte Nebenkostenprivileg wird nun abgeschafft, für bestehende Mietverträge gilt eine Übergangsfrist bis Ende Juni 2024. Danach ist es verboten, die Kabelanschlussgebühren weiterhin über die Nebenkosten auf die Mieter umzulegen. Damit will der Gesetzgeber es Mietern ermöglichen, selbst zu entscheiden, ob und wie sie fernsehen wollen. Sozialverbände befürchten, dass gerade einkommensschwache Haushalte künftig draufzahlen, da Einzelverträge mit einem Anbieter von Kabelfernsehen teurer sind als die von Vermietern abgeschlossenen Rahmenverträge.

Welche Alternativen zum Kabelanschluss gibt es?

Da es sein kann, dass die Kosten für einen Kabelanschluss deutlich teurer werden als bisher, sollten sich Mieter rechtzeitig über die Alternativen zum TV-Empfang über Kabel informieren. Während Fernsehen über Antenne (DVB-T2) und Satellit abgesehen von den einmaligen Anschaffungskosten für die Empfangsgeräte völlig kostenfrei ist, muss man für IPTV ähnlich wie beim Kabelfernsehen monatliche Gebühren an den jeweiligen Anbieter zahlen. Weil IPTV über das Internet empfangen wird, ist die Nutzung abhängig von der verfügbaren Schnelligkeit des Internetzugangs. Bei einem Internetausfall ist auch kein Fernsehempfang mehr möglich. Der größte Nachteil bei DVB-T2 ist die geringe Programmauswahl, beim Satellitenfernsehen sind es die Satellitenschüsseln, die vom Vermieter oft nicht ohne weiteres genehmigt werden. Zumindest bisher. Denn mittlerweile gibt es SAT-TV auch ganz ohne sichtbare Schüsseln.

SAT-TV ohne sichtbare Schüsseln

Satellitensignale finden ihren Weg in die Haushalte längst nicht mehr nur über herkömmliche Kupferleitungen. Technologische Weiterentwicklungen ermöglichen inzwischen auch die Verteilung über Glasfaser. Das hat den Vorteil, dass die SAT-Empfangsanlage gar nicht mehr unmittelbar am Wohngebäude angebracht werden muss, da die optischen Satellitensignale verlustfrei über weite Distanzen weitergeleitet werden können. Vermieter, die ihre Bestände ohnehin mit Glasfaser modernisieren, können ihren Mietern so zusätzlich noch ein attraktives lineares TV-Angebot machen, das mit unglaublicher Programmvielfalt in fantastischer Bild- und Tonqualität begeistert und keinerlei Bandbreite beansprucht. Mehr Informationen über Komplettlösungen aus SAT-TV und Glasfaser für Mehrfamilienhäuser finden Sie hier: